Integro

Die sozialpädagogische Intensiveinrichtung „Integro“ in Oranienburg
Die sozialpädagogische Intensiveinrichtung „Integro“ in Oranienburg

Ansprechpartner:
Jens Harder
Tel: 04 31-5 83 71 09
jens.harder@jochen-sprenger.de

Adresse: Berliner Straße 126, 16515 Oranienburg
Telefon: 0 33 01 – 5 74 01 10


Wir haben die sozialpädagogische Intensiveinrichtung „Integro“ für Kinder und Jugendliche mit erheblichen Beziehungsstörungen geschaffen. Vorbild ist unsere Schleswig-Holsteinische Einrichtung „Abenteuerland“, die uns gezeigt hat, wie wichtig so ein Angebot für Kinder und Jugendliche sein kann, die in anderen Kontexten keinen Lebensmittelpunkt finden konnten.

„Integro“ bietet diesen Kindern einen verlässlichen Rahmen. Dazu bedienen wir uns sozialpädagogischer sowie psychotherapeutischer Mittel und greifen auf das schultägliche individuelle Bildungsangebot der L.t.E. Oranienburg (www.spwg.de) zurück.

Die Symptome, die Kinder mit erheblichen Beziehungsstörungen aufzeigen, gehen beispielsweise mit einer erstaunlichen Schmerzunempfindlichkeit einher. Manchmal zeigen sie vor realen Gefahren keine oder aber übersteigerte Furcht. Sie wirken erstaunlich desensibilisiert. Oftmals können sie die nonverbalen sowie die verbalen Signale ihrer Umgebung nicht realistisch wahrnehmen und deuten. Das gemeinschaftliche Leben in der Intensiveinrichtung „Integro“ hat deshalb einen therapeutischen Rahmen. Hier werden Lern- und Erfahrungsprozesse angeboten, die die Persönlichkeit für eine altersentsprechende Entwicklung öffnen und sensibilisieren.

Die großartigen Möglichkeiten des grünen Umlandes von Oranienburg mit Wäldern, Seen und Flüssen, bieten sich an, diese entsprechend zu nutzen und einzusetzen. Durch das Einbinden der Natur in unsere pädagogische Arbeit können wir die Sinne der Kinder direkt ansprechen und über das Erleben und die Wahrnehmung der grünen natürlichen Umgebung Veränderungsprozesse in ihrem Empfinden und Verhalten anstoßen. Auch die SP® Sinnesspezifische Pädagogik leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag.

Zielgruppe & Aufnahmealter

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren können in der Intensiveinrichtung „Integro“ aufgenommen werden. Wir begegnen komplexen Störungsbildern (frühkindliche Deprivation, Missbrauch, ADS, ADHS, PTBS). Es gilt langwierige Bindungs- bzw. Beziehungsstörungen aufzulösen, um Vertrauen wiederaufzubauen.

Zimmer in der Einrichtung „Integro“ in Oranienburg Tagesablauf

Die Tagesstruktur wird von einem erfahrenen pädagogischen Mitarbeiterteam getragen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die in der Intensiveinrichtung lebenden Kinder und Jugendlichen am ehesten über einen verlässlichen Tagesablauf orientieren können. Der Tagesablauf ist gekennzeichnet durch die drei Mahlzeiten am Tag, das schulische Bildungsangebot (www.spwg.de) am Vormittag sowie die therapeutischen Beschäftigungen (z.T. erlebnispädagogisch) am Nachmittag. Die Tagesstruktur trägt rituelle Züge und wird nur von den Wochenenden oder den Ferienreisen sowie optionalen Elternkontakten unterbrochen.

Beziehungsangebot

KJHE-Integro ZimmeransichtWir gehen davon aus, dass der geringste Aufwand eines Beziehungsangebotes der Handel ist. Dies ist in der Regel die erste Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen. Anschließend folgen alle Facetten einer Beziehung, geprägt vom Wechselspiel persönlicher Bindung und Autonomie und dem jeweiligen persönlichen Druck vom einen zum anderen zu wechseln. Mit diesen emotionalen und intellektuellen Anforderungen an seinen Nächsten können in der Regel Kinder ab 6 Jahren umgehen. Beziehungsgestörte und bindungsgestörte Menschen empfinden diese Schilderung in der Regel aber vollkommen anders. Meist konnten sie in ihrem bisherigen Leben überhaupt kein Verständnis dafür entwickeln, sie signalisieren im besten Fall Gleichgültigkeit. Leider ist es ihnen auch nur schwer intellektuell nahezubringen. Allein über viel Zeit und durch positive Verstärker, rationale Rituale und Beziehungsangebote von geschulten Menschen können hier Verhaltensänderungen erzeugt werden.

Psychotherapeutische Begleitung

Die psychotherapeutische Begleitung wird im Wesentlichen durch Beratung und Coaching oder durch Fallsupervision vorgehalten. Für die Zielgruppe ist es wichtig, dass die Intervention möglichst über die täglichen Betreuenden geleistet wird.